Integration schafft Zusammenhalt – Unser Ansatz: Fordern und Fördern

Die Flüchtlingssituation darf unsere Gesellschaft nicht überfordern. Die CDU will die Zahl der Flüchtlinge, die in unser Land kommen, deutlich reduzieren.

Dazu braucht das Land deutliche Signale der Begrenzung. Asylbewerber sind Gäste auf Zeit. Wer an Leib und Leben bedroht ist, hat Anspruch auf unseren Schutz und unsere Hilfe – und zwar soweit und solange es nötig ist und bis er in sein Heimatland zurückkehren kann. Jedoch müssen wir Klarheit bei jenen Menschen schaffen, die keine Bleibeperspektive haben. Wir sprechen uns dafür aus, die Asylverfahren deutlich zu beschleunigen, Sachleistungen statt Geldleistungen zu erfüllen und Abschiebungen konsequent umzusetzen. Dazu gehört auch, dass wir den Familiennachzug beschränken.

Weltoffenheit und Heimatverbundenheit sind für mich keine Gegensätze. Die Kenntnis der eigenen Umgebung, der eigenen Geschichte und Tradition ist unverzichtbar für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Die christlichen Kirchen aber auch die zahlreichen Kultur-, Musik- und Sportvereine leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Sie organisieren Engagement, betreiben eine engagierte Jugendarbeit, treten für Familien und Bedürftige ein und bieten Menschen Sinn und Halt.

Eine erfolgreiche Integration der Menschen mit Migrationshintergrund ist gerade im Landkreis Böblingen ein wichtiges Ziel. Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg. Dann ist in Baden-Württemberg alles möglich. Deshalb verlangen wir von jedem, der auf Dauer bei uns leben möchte, die Bereitschaft zum Erlernen der deutschen Sprache und bieten die Möglichkeiten dazu. Ebenfalls verlangen wir ein aktives Bekenntnis zu unseren Grundwerten.

Integration kann nur dann gelingen, wenn wir einen eigenen Standpunkt haben, unsere Werte und Traditionen selbstgewiss leben. Das friedvolle Zusammenleben der Religionen ist eine Grundvoraussetzung für das Zusammenleben überhaupt. Hier haben die christlichen Kirchen in vielen Initiativen entscheidende Arbeit geleistet. Die CDU bekennt sich zu unserer gewachsenen christlichen Kulturprägung.

Die Pflege und Weitergabe der deutschen Sprache ist Grundvoraussetzung für unsere Identität und Kultur. Sie ist auch unverzichtbar, wenn Integration in Kindergärten, Schulen, in Stadtteilen oder auf Dörfern gelingen soll. Wir strecken unsere Hand aus zum Dialog. Dazu gehört es, die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft klar zu benennen. Deshalb treten wir Integrationsverweigerern deutlich entgegen. Wer kein Interesse an unserem Zusammenleben zeigt, wer sich Integrationsangeboten entzieht oder sogar seiner Frau oder seinen Kindern den Deutschkurs verbietet, dem müssen wir auch konsequent Leistungen kürzen oder Bußgelder auferlegen. Wir wollen keine abgeschotteten Parallelgesellschaften. Wir fördern Integration, aber wir fordern sie auch.

Über mich

Paul Nemeth ist 1965 in Böblingen geboren und seit 2006 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg und energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender des Arbeitskreises für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft der CDU-Fraktion.

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