
Für eine erfolgreiche Integrationspolitik
Weltoffenheit und Heimatverbundenheit sind für mich keine Gegensätze. Die Kenntnis der eigenen Umgebung, der eigenen Geschichte und Tradition ist unverzichtbar für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Die christlichen Kirchen aber auch die zahlreichen Kultur-, Musik- und Sportvereine leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Sie organisieren Engagement, betreiben eine engagierte Jugendarbeit, treten für Familien und Bedürftige ein und bieten Menschen Sinn und Halt.
Eine erfolgreiche Integration der Menschen mit Migrationshintergrund ist gerade im Landkreis Böblingen ein wichtiges Ziel. Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg. Dann ist in Baden-Württemberg alles möglich. Deshalb verlangen wir von jedem, der auf Dauer bei uns leben möchte, die Bereitschaft zum Erlernen der deutschen Sprache und bieten die Möglichkeiten dazu. Ebenfalls verlangen wir ein aktives Bekenntnis zu unseren Grundwerten.
An unseren Schulen und Kindergärten, aber auch in den Vereinen gibt es zahlreiche Angebote, die es Menschen mit Migrationshintergrund leichter machen, sich bei uns einzuleben, neue Freundschaften zu knüpfen und unsere Kultur kennen zu lernen. Diese Angebote sind wichtig. Ihre Träger werden auch in Zukunft auf die Unterstützung des Landes setzen können.
Integration kann nur dann gelingen, wenn wir einen eigenen Standpunkt haben, unsere Werte und Traditionen selbstgewiss leben. Das friedvolle Zusammenleben der Religionen ist eine Grundvoraussetzung für das Zusammenleben überhaupt. Hier haben die christlichen Kirchen in vielen Initiativen entscheidende Arbeit geleistet. Die CDU bekennt sich zu unserer gewachsenen christlichen Kulturprägung.
Die Pflege und Weitergabe der deutschen Sprache ist Grundvoraussetzung für unsere Identität und Kultur. Sie ist auch unverzichtbar, wenn Integration in Kindergärten, Schulen, in Stadtteilen oder auf Dörfern gelingen soll.
Wir strecken unsere Hand aus zum Dialog. Dazu gehört es, die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft klar zu benennen. Deshalb treten wir Integrationsverweigerern deutlich entgegen. Wer kein Interesse an unserem Zusammenleben zeigt, wer sich Integrationsangeboten entzieht oder sogar seiner Frau oder seinen Kindern den Deutschkurs verbietet, dem müssen wir auch konsequent Leistungen kürzen oder Bußgelder auferlegen.
Wir wollen keine abgeschotteten Parallelgesellschaften. Wir wollen eine chancenreiche Gemeinschaft sein und laden jeden ein, dabei mitzumachen. Wir fördern Integration, aber wir fordern sie auch.
